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	<title>Beziehungen gestalten Archive - Die Hälfte der Ummah</title>
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	<description>Für starke muslimische Frauen und solche, die es werden wollen</description>
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		<title>Jede Stimme zählt! Warum es wichtig ist, dass muslimische Frauen mitreden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 16:42:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehungen gestalten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über muslimische Frauen wird viel geredet und geschrieben. Mit muslimischen Frauen wird hingegen nur selten gesprochen. Ebenfalls viel zu selten ergreifen sie von sich aus das Wort. Warum sich das ändern sollte und was dabei wichtig ist...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Du hast etwas getan. Was du nicht tun solltest. Als Frau! </p>



<p>Wenn es nach ihnen geht.</p>



<p>Du hast das Wort ergriffen. Die Chance und den Stift. Ein Blatt Papier. Eine Tastatur.</p>



<p>Du hast etwas gesagt oder geschrieben. Weil es dir wichtig ist. Oder weil es für eine andere wichtig ist. Oder für euch beide. </p>



<p>Vielleicht sogar für viele.</p>



<h2>Das Schweigen brechen &#8211; für Frauen tabu? </h2>



<p>Du hast das Schweigen gebrochen. Dein Schweigen. Und das von anderen.</p>



<p>Du hast Stellung bezogen. Als Mensch. Als Frau. Als Gläubige. </p>



<p>Und dann Prügel.  </p>



<p>Wortreich. Und Erbarmungslos.</p>



<p>Von denen,  die dir deine Stimme, dein Sprechen und dein Schreiben nicht zugestehen wollen. Aber selbst umso lauter sprechen. </p>



<p>Über dich. Deine Rolle. Deine Stellung. Und das Schweigen, das sie dir verordnen wollen. </p>



<h2>Vielstimmig statt einstimmig überstimmt</h2>



<p>Mag sein, dass dein Sprechen manchmal irrt. Allah möge dir vergeben. Uns allen.</p>



<p>Aber, wer es dir gänzlich verbietet, der irrt ebenso. Denn wir brauchen dich. Dich selbst. Dein Sprechen. Dein Schreiben. Deinen Blick auf die Welt.</p>



<p>Weil du ein Teil unserer Ummah bist. Die aus gläubigen Männern <strong>und</strong> aus gläubigen Frauen besteht! Die einer des anderen Beschützer sein sollten!</p>



<p>Und nicht einer des anderen Feind!</p>



<h2>Miteinander sprechen &#8211; einander kennen lernen</h2>



<p>Wir brauchen deine Erfahrungen. Deine Einsichten. Deine Vorschläge. Ebenso wie die unserer Brüder im Islam.</p>



<p>Wir müssen wissen, was dich bewegt, was dir fehlt, was du denkst und fühlst und wonach du dich sehnst. </p>



<p>Wir müssen wissen, worunter du leidest und wofür du dich begeisterst. </p>



<p>Wie müssen wissen, wer du bist. Und wer wir sind. Und wer wir zusammen sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Oh ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennen lernt. Doch der vor Allah am meisten geehrte ist der Gottesfürchtigste von euch! Allah ist fürwahr wissend, kundig.</p><cite>Sura 49:13</cite></blockquote>



<h2>Gemeinsam stark werden!</h2>



<p>Wir brauchen dich. Damit wir gemeinsam das sein und werden können, wofür Allah uns bestimmt hat:</p>



<p>Geehrte Diener und Dienerinnen Allahs. Starke Gläubige. <a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/tag/fuereinander-da-sein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Starke Geschwister (öffnet in neuem Tab)">Starke Geschwister</a>. Starke Vorbilder!</p>



<p>Und eine starke Gemeinschaft!</p>



<h2>Nach dem Wohlgefallen des Barmherzigen streben</h2>



<p>Darum:</p>



<p>Strebe nicht nach dem Wohlgefallen jener, deren Worte hart und unbarmherzig wie Peitschenhiebe und deren &#8222;Ermahnungen&#8220; zerstörerisch wie ein feindlicher Angriff sind!</p>



<p>Sondern strebe nach dem Wohlgefallen Desjenigen, dessen Worte voller Schönheit, Weisheit und Barmherzigkeit  sind.</p>



<p>Strebe nach dem Wohlgefallen Desjenigen, dessen Ermahnung deine Haut erschauern und dein Herz erbeben lässt.</p>



<h2>Die Forderungen des Dankbaren erfüllen</h2>



<p>Versuche nicht die Erwartungen jener zu erfüllen, die jeden deiner Fehler zum Anlass nehmen, dich bloß zu stellen und zu beschimpfen.</p>



<p>Sondern erfülle die Forderungen Desjenigen, der bereit ist, dir alle deine Fehler zu vergeben. Wenn du Ihn darum bittest. Und seien sie noch so groß!</p>



<p>Bemühe dich nicht um die Zufriedenheit deiner Kritiker. Denn sie werden nie zufrieden sein. </p>



<p>So sagte Imam<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ke696ZuGYVE"> Schafii</a>: </p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Ich lachte, da sagten sie: Schämst du dich nicht? Ich weinte, da sagten sie: Willst du nicht lächeln? Ich lächelte, da sagten sie: Das ist nur aufgesetzt. Ich runzelte die Stirn, da sagten sie: Nun hat er offenbart, was er verheimlichte. Ich schwieg, da sagten sie: Er hat eine Sprachschwäche. Ich sprach, da sagten sie: Er redet zuviel. [&#8230;]</p><cite>Imam Ash-Shafi´i</cite></blockquote>



<p>Sondern bemühe dich um die Zufriedenheit Desjenigen, der jede deiner guten Taten anerkennt. Und sei sie auch noch so klein!</p>



<h2>Die Liebe des Liebevollen erlangen</h2>



<p>Erstrebe nur die Liebe des Liebevollen, des Dankbaren, des Reue Annehmenden. Und nähere dich Ihm durch freiwillige gute Taten. </p>



<p>Denn wenn Er einen Diener liebt, dann ist Er</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>[&#8230;] sein Hören, mit dem er hört. Sein Sehen, mit dem er sieht. Seine Hand, mit der zupackt. Sein Fuß mit dem er schreitet [&#8230;]</p><cite>Sahih Buchary, Hadith-Nr. 6502</cite></blockquote>



<h2>und dann&#8230;</h2>



<p>Sprich. Schreib. Teile dich mit.</p>



<p>Oder schweige.</p>



<p>Für Ihn.</p>



<p><em>Was liegt dir am Herzen? Worüber würdest du gern sprechen? Sei mutig und teile es mit mir und anderen!</em> <em>Damit wir gemeinsam daraus lernen können.</em></p>



<p></p>



<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/freestocks-photos-7014431/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2941753">freestocks-photos</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2941753">Pixabay</a></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchtipp: Innige Verbundenheit. Sechs Schritte zu einer erfüllteren Ehe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2020 12:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehungen gestalten]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine erfüllte Ehe erfordert harte Arbeit. Besonders an sich selbst. Doch welche konkreten Schritte führen wirklich zu mehr Liebesglück? Kerstin Sarah Burkhards Ratgeber liefert interessante Antworten auf diese Frage...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im vergangenen Sommer war ich am Meer. Oder zumindest ganz nah dran. Bei einer sehr geliebten Freundin. In ihrem reich und vielfältig bestückten Bücherregal fand ich guten Rat. Und frische Hoffnung:</p>



<p>In schlichtem hellblauen Umschlag stand es da. Und sah mich an. Nur ein Seil war darauf zu sehen, ineinander verschlungen zu einem Knoten. Vielleicht ein Seemannsknoten? Die sind ja bekanntlich leicht zu legen und schwer belastbar. </p>



<h2>Innige Verbundenheit in sechs Schritten</h2>



<p>Der Titel des Buches &#8222;Innige Verbundenheit. Sechs Schritte zu einer erfüllteren Ehe&#8220; sprach mich sofort an. </p>



<p>Erstens, weil er etwas in sich trägt, was ich mir sehr wünsche. Nämlich innige Verbundenheit mit meinem Ehemann. </p>



<p>Zweitens, weil er verspricht, dass diese tatsächlich zu erreichen ist. Und das, in nur sechs Schritten! </p>



<p>Und drittens, weil ein Eheratgeber speziell für Frauen, in dem Islam und Psychologie zusammen finden, etwas Neues ist. Eine neue Herangehensweise. An ein sehr altes und sehr schönes Problem. </p>



<h2>Liebe ist, den ersten Schritt zu tun. Und den zweiten. Und den&#8230;</h2>



<p>Ich verzog mich also auf die Couch, während draußen ein Gewitter erst auf und dann vorüber zog (welch treffliche Metapher für die Stürme des Ehelebens;)). </p>



<p>Um es zu lösen. Das Problem. Mit der Liebe.</p>



<p>Ein Blick in das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Inhaltsverzeichnis (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.islamische-beratung.com/b%C3%BCcher/innige-verbundenheit/" target="_blank">Inhaltsverzeichnis</a> machte mir allerdings klar, dass es so einfach dann doch nicht werden würde. Denn die besagten sechs Schritte bestanden aus viiiiielen kleinen Einzelschritten, die nicht den Eindruck erweckten, als ob sie leicht zu nehmen wären. </p>



<p>Beispiel: Schritt 1 &#8211; Arbeite zuerst an dir! </p>



<ul><li>positive Grundeinstellung</li><li>Nicht 50/50 sondern 100%</li><li>Deine Ehe hat ein höheres Ziel</li><li>Absichten</li><li>Verantwortung übernehmen </li><li>Festgefahrene Gewohnheiten durchbrechen</li><li>und, und, und.</li></ul>



<h2>Selbst ist die Frau</h2>



<p>Puh, ganz schön viel! </p>



<p>Wer arbeitet schon gern an sich selbst? Immerhin ist das anstrengend, nicht wahr? </p>



<p>Wäre doch viel angenehmer, wenn der Andere&#8230;. </p>



<p>Wenn der endlich mal anfangen, aufhören, zuhören, mitmachen, lockerlassen würde. Wer der nicht immer so schweigsam, lustlos, unordentlich und aufbrausend wäre&#8230;</p>



<p>Ach, wie wäre das herrlich. Aber nein. Da macht uns die Autorin einen Strich durch die Rechnung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Bevor du dir Gedanken machst, was du brauchst und dein Mann dir nicht gibt, konzentriere dich auf das, was in deiner Hand liegt: deine Taten, deine Möglichkeit, zu geben.</p><cite>S.35</cite></blockquote>



<h2>Um Allahs Willen</h2>



<p>Na gut. Ist zwar ungewohnt. Aber ein durchaus berechtigter Gedanke! Und ein zutiefst islamischer. Denn unser Partner ist eine Gabe Allahs. Unsere Ehe mit ihm eine Prüfung. Die wir bestehen wollen. Um unserer selbst willen. Aber vor allem um Allahs Willen. Denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>In der Essenz geht es in allem, was uns im Leben widerfährt, nur um uns und Allah. Am Ende gibt es nur Ihn, uns und unsere Taten.</p><cite>S. 29</cite></blockquote>



<h2>Fokus plus Bonus</h2>



<p>Derartig gebrieft, fällt es dann auch schon viel leichter, sich auf das einzulassen, was die <a href="https://www.islamische-beratung.com/%C3%BCber-mich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Autorin (öffnet in neuem Tab)">Autorin</a>, Sarah Kerstin Burkhard &#8211; selbst Ehefrau, vierfache Mutter, Absolventin der<em> Islamic Online University</em> und psychologische Beraterin &#8211;  zu bieten hat. Nämlich islamisch basierte und psychologisch fundierte Hilfe zur Selbsthilfe. Eine, die sich nicht um sich selbst dreht, sondern um den anderen. Eine, die sich nicht nur an ihren Resultaten in der Ehe misst, sondern an ihrer Bedeutsamkeit vor Allah.  </p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Denn wir haben gelernt, kein Resultat zu erwarten, sondern die Belohnung von Allah. Alles, was wir darüber hinaus erhalten, ist ein Bonus.</p><cite>S. 30</cite></blockquote>



<h2>Schenken lernen und Verantwortung üben</h2>



<p>Ich will ehrlich sein: ich bin noch dabei, das zu lernen. Und den Fokus vom Bonus (den angenehmen ehelichen Nebeneffekten) auf das Wesentliche (die Zufriedenheit Allahs) zu verschieben. </p>



<p>Und von dem, was ich nicht habe, nicht bekomme, nicht finde zu dem, was ich in der Hand habe. Was ich geben, schenken, machen kann. Um selbst zu der Veränderung beizutragen, die ich mir wünsche.</p>



<h2>Schritt für Schritt statt alles auf einmal</h2>



<p>Aber, ruhig Blut! Noch ist das Ziel nicht erreicht. Noch gibt es ein paar Punkte auf der Liste. </p>



<p>Als da wären: </p>



<ul><li>Bedürfnisse (an-)erkennen (Schritt 2)</li><li>Schenken statt tauschen (Schritt 3)</li><li>Gutes sprechen statt schimpfen oder anschweigen (Schritt 4)</li><li>Sich selbst fürsorglich behandeln (Schritt 5)</li><li>Die Beziehung zu Allah pflegen und festigen (Schritt 6)</li></ul>



<p>Aber, es muss ja nicht alles auf einmal verändert werden oder gar auf Anhieb gelingen, denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Große Veränderungen bestehen aus vielen kleinen Schritten. Beginne [daher] mit etwas, was dir leicht fällt [&#8230;]. Mache dir klar, dass jede kleine Verbesserung eine Verbesserung ist.</p><cite>S.174</cite></blockquote>



<p>So ein Seemannsknoten muss schließlich auch erstmal geknüpft werden. Schlaufe für Schlaufe. Dazu braucht es Geduld und vor allem eine gute Anleitung. </p>



<h2>Drei Haken an der Sache</h2>



<p>Dass die Ehe-Anleitung der Autorin im Ganzen sehr praxisnah, hilfreich und gut ist, daran habe ich keinen Zweifel. Dennoch gab es da auch ein paar Ratschläge von ihr, an die ich nicht wirklich anknüpfen konnte oder wollte.</p>



<h3>Die Sache mit der Weiblichkeit</h3>



<p>Probleme hatte ich insbesondere mit den Empfehlungen: <em>Weiblichkeit</em> <em>zeigen</em> (S.91ff.) und <em>Verletzlichkeit</em> <em>zeigen</em> ( S. 95ff.). Beides wurde von der Autorin als grundlegend für das Gelingen der Ehe ausgewiesen. Das möchte ich auch gar nicht in Frage stellen.</p>



<p>Dennoch &#8211; als ich die entsprechenden Abschnitte las, spürte ich einen inneren Widerstand. Nicht, weil ich Weiblichkeit oder Verletzlichkeit ablehne. Sondern weil die Aussagen dazu, was Weiblichkeit (siehe nächster Abschnitt) oder Verletzlichkeit sind (&#8222;Verletzlichkeit zeigen ist weiblich.&#8220; S.95), mir zu eindimensional erschienen. Zu stereotyp. Zu absolut. Und mich daher nicht so recht überzeugten.</p>



<h2>Typisch feminin?</h2>



<p>So listet die Autorin &#8222;einige typisch feminine Eigenschaften&#8220; auf, wie z.B. Sanftheit, Kooperation, Zurückhaltung, Nachsicht, Häuslichkeit, Bescheidenheit, Ordnungsliebe etc. (S. 91).</p>



<p>Das mögen durchaus Eigenschaften vieler Frauen sein. Aber sicher gibt es auch ebenso zahlreiche Frauen, die sehr willensstark, ehrgeizig, häuslich eher unbegabt und geradlinig sind und somit viele (vorgeblich) maskuline Eigenschaften in sich vereinen. Sind sie deshalb weniger Frau? </p>



<p>Wer legt fest, was &#8222;typische feminine Eigenschaften&#8220; sind?</p>



<h2>Üblicherweise sanft?</h2>



<p>Und was heißt: &#8222;Unter einem femininen Charakter versteht man üblicherweise Sanftheit in Verhalten und Sprache.&#8220; (S.93)</p>



<p>Wer ist <strong>man</strong>? Und was ist <strong>üblicherweise</strong>? </p>



<p>Sanftheit ist wunderbar. Definitiv! Und sehr erstrebenswert! Aber ergibt sie sich automatisch aus dem Fakt, eine Frau zu sein?  </p>



<p>Und ist umgekehrt eine Frau, der die Sanftheit nicht in die Wiege gelegt wurde, weniger feminin? Oder ist sie es nur auf andere Weise?</p>



<h2>Weiblichkeit ist&#8230;</h2>



<p>Auch die Erklärung der Autorin: &#8222;Weiblichkeit zeigen bedeutet, sich feminin zu verhalten und auszusehen&#8220; (S. 92),  schafft meiner Ansicht nach keine abschließende Klarheit in dieser Sache. </p>



<p>Aber vielleicht muss sie das auch nicht. Vielleicht ist die Frage danach, was Weiblichkeit ist, eine Frage, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Da es eben auch nicht <strong>die</strong> Frau, sondern ganz viele verschiedene Frauen und somit zahllose Arten von Weiblichkeit gibt.</p>



<h2>Maskulines Konfliktverhalten?</h2>



<p>Etwas ungünstig fand ich es daher auch, wie &#8222;Weiblichkeit&#8220; als Konzept von der Autorin zu Beginn des Abschnitts eingeführt wird. Nämlich nicht als etwas, was wunderbar vielfältig ist, sondern als etwas, was &#8211; zumindest an dieser Stelle &#8211; darüber definiert wird, was es in den Augen einiger Männer (angeblich) <strong>nicht</strong> ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Viele Frauen haben sich, [&#8230;] maskuline Verhaltensweisen angewöhnt &#8211; besonders im Umgang mit Konflikten.</p><cite>S. 91</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Männer reagieren oft sehr ablehnend, wenn eine Frau sich in ihren Augen maskulin verhält, zum Beispiel ihre Wut offen auslebt, oder versucht zu dominieren oder zu führen. Sie fürchten die laute Stimme ihrer Frau&#8230;</p><cite>S.93</cite></blockquote>



<p>Dazu möchte ich anmerken:</p>



<ul><li>Erstens haben sich Frauen diese Verhaltensweisen nicht angewöhnt, sondern sie vermutlich immer schon gehabt;) Immerhin haben auch die Frauen des Gesandten Allahs, saws, Allah möge ihnen barmherzig sein, gelegentlich die Contenance verloren und ihre Stimmen aus Wut oder Eifersucht erhoben. Man denke nur an die Geschichte mit der zerbrochenen Schüssel. </li></ul>



<ul><li>Zweitens kann ich nichts sonderlich Maskulines daran entdecken, Wut offen auszuleben oder im Konfliktfall laut zu werden. Mir scheint das vor allem menschlich, unbeholfen und wenig hilfreich. Egal von welcher Seite.</li></ul>



<ul><li>Drittens hat uns der Gesandte Allahs, saws, gezeigt, dass die laute Stimme einer verzweifelten Frau kein Grund zum Fürchten ist, sondern einer, um den eigenen<em> Ihsan</em> unter Beweis zu stellen!</li></ul>



<h3> Schlechte Angewohnheiten?</h3>



<p>Irritiert haben mich auch einige Bewertungen bzw. Formulierungen der Autorin in Bezug auf bestimmte Verhaltensweisen von Frauen. </p>



<h4>Eröffnen unangenehmer Gespräche</h4>



<p>So wird direkt unter der Überschrift &#8222;Schlechte Verhaltensweisen&#8220; eine Studie zitiert, der zufolge ca. 85% der Gespräche über schwierige Themen von Frauen initiiert werden (S.119). </p>



<p>Das empfand ich als etwas unglücklich platziert, denn es hörte sich für mich beim Lesen nach einem versteckten Vorwurf an (nach dem Motto: Immer diese Frauen mit ihrer Vorliebe für schwierige Gespräche;)). Ich gehe jedoch davon aus, dass dies von der Autorin so nicht beabsichtigt war. </p>



<p>Zumal sie im Anschluss an diese Feststellung sehr hilfreiche Vorschläge dazu macht, wie Gespräche über schwierige Themen zwischen den Ehepartnern gelingen können.  </p>



<h4>Weibliches Helfer-Syndrom?</h4>



<p>In einer Fußnote wird angemerkt, dass (gestresste) Frauen dazu neigten, &#8222;anderen zu sagen, was sie tun sollen und wie sie es tun sollen und verstünden dies als &#8222;helfen&#8220; (S.91, Fußnote 20) Männer würden dies aber als Bevormunden oder Anführen empfinden. </p>



<p>Wenngleich es sein mag, dass Frauen in Stress-Situationen gelegentlich über das Ziel hinausschießen mit ihren Lösungsansätzen (wie Männer übrigens auch), so frage ich mich dennoch: Muss man(n) die Vorschläge der Frau als Bevormundung empfinden? Wäre es nicht auch eine Option diese wertschätzend in die eigene Entscheidungsfindung einfließen zu lassen?</p>



<h3>Das Wichtigste zuletzt?</h3>



<p>Ein letzter Punkt, der mir aufgefallen ist: die Pflege der Beziehung zu Allah, wird zwar im ersten Kapitel bereits angesprochen, aber erst im allerletzten Kapitel (Kapitel 6) ausführlicher erläutert. Und dass, obwohl es gerade die Beziehung zu Allah ist, welche den Rahmen für die gesamte Selbst-und Beziehungsarbeit der Leserin aufspannt. Hier hätte ich es chronologisch sinnvoller gefunden, dieses Kapitel an den Anfang zu setzen.</p>



<h2>Für alle, die sich selbst und ihren Ehemann glücklicher machen wollen</h2>



<p>Ungeachtet dessen, dass ich mit einigen Empfehlungen und Einschätzungen der Autorin beim Lesen gehadert habe, finde ich es großartig, dass sie sich mit ihrem islamisch-psychologischen Eheratgeber für Frauen auf neues Terrain gewagt und unbekanntes Gelände für uns erschlossen hat! Wo viele andere Bücher zum Thema Ehe im Islam aufhören, nämlich da, wo der Austausch von Rechten und Pflichten aufhört und die Liebe anfängt, oder anfangen könnte &#8211; da macht sie weiter! </p>



<p>Sie nimmt die Leserin an der Hand und führt sie Schritt für Schritt zu einem besseren Verständnis ihrer Selbst, ihres Mannes und ihrer Ehe. Zahlreiche Impulsfragen am Ende jeden Kapitels sowie anschauliche Fallbeispiele helfen dabei, das Gelesene zu sich selbst und der eigenen Ehe in Beziehung zu setzen. </p>



<p>Somit kann die Lesende selbst erkennen, wo die Stellschrauben für mehr innere Verbundenheit mit ihrem Ehepartner liegen. Es liegt dann an ihr, ob sie an diesen dreht. Oder lieber nachts still und leise in ihr Kissen weint (was auch manchmal sein muss;)).</p>



<p>In diesem Sinne: Dreh dich glücklich. Und knüpfe dich an deinen Mann.</p>



<p>Kerstin Sarah Burkhard. Innige Verbundenheit. Sechs Schritte zu einer erfüllteren Ehe. Ein islamisch-psychologischer Eheratgeber für Frauen. Selbstverlag 2018, 174 Seiten für 12,90 Euro (Taschenbuch) oder 7,90 Euro (Kindle-Version). ISBN: 9781549500411</p>



<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/DariuszSankowski-1441456/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1100254">Dariusz Sankowski</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1100254">Pixabay</a></p>



<p>Hinweis: Der Beitrag wurde teilweise überarbeitet und aktualisiert.</p>



<p class="has-small-font-size">Achtung!! Der Ratgeber und die darin gegebenen Empfehlungen richten sich laut Autorin explizit<strong> nicht</strong> an Frauen in missbräuchlichen Beziehungen. Sollte deine Ehe von Gewalt geprägt sein oder dein Partner Suchtprobleme haben, suche dir bitte unbedingt Hilfe außerhalb deiner Ehe.</p>



<p> </p>
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		<item>
		<title>Was es bedeutet füreinander da zu sein und warum das wichtig ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 13:56:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehungen gestalten]]></category>
		<category><![CDATA[Füreinander da sein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
		<category><![CDATA[Ummah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geschwisterlichkeit ist ein hohes Gut im Islam. Aber was heißt das eigentlich für uns? Was macht diese besondere Verbundenheit aus? Wie zeigt sie sich im Alltag? Und warum ist sie so unglaublich wichtig? </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich ein Kind war, bin ich oft auf eine alte Schloßmauer geklettert. Sie stand in einem Park ganz in der Nähe meines Elternhauses und erinnerte an längst vergangene Zeiten. </p>



<p>Wind und Wetter hatten ihr jahrhundertelang zugesetzt und so hatte sich der Putz an vielen Stellen gelöst. Zum Vorschein kamen alte verwitterte Steine, große und kleine, scharfkantige und rundliche, graue und rötliche. Fast so wie auf dem Bild oben.</p>



<p>Siehst du, wie Stein an Stein gefügt ist? Wie ein Stein den anderen hält? </p>



<p>Jeder von ihnen ist anders. Jeder von ihnen ist besonders. Und jeder von ihnen ist wichtig! Denn sie hängen alle voneinander ab. </p>



<span id="more-539"></span>



<p>&#8222;Ja, gut&#8220;, sagst du vielleicht, &#8222;aber was haben diese alten Steine mit mir und meinen muslimischen Schwestern zu tun?&#8220;</p>



<h2>Voneinander abhängig  &#8211; füreinander da</h2>



<p>Eine Menge, würde ich sagen! Denn sie zeigen uns, was es bedeutet, voneinander abhängig zu sein. Und was noch wichtiger ist: <strong>füreinander da</strong>!</p>



<p>So sagte der Gesandte Allahs, saws:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Die Gläubigen sind einer des anderen Mauerwerk. Ein Teil davon hält den anderen fest. </p><cite>Sahih Muslim, Hadith Nr. 4684</cite></blockquote>



<p>Wir sind nicht dafür gemacht, allein zu bleiben. Allein zu leben, zu lachen und zu leiden. Vereinzelt. Einsam und verloren. </p>



<h2>Gemacht für etwas Großes, Wunderschönes</h2>



<p>Wir sind gemacht für etwas Großes. Wunderschönes. Voller Kraft und Herzlichkeit! </p>



<p>Für die Ummah!</p>



<p>Denn uns eint etwas, was in den Herzen ist! Unser Glaube an Allah und die Liebe zu Ihm. Sie verbinden uns, so dass es ist, als ob wir alle ein gemeinsames Herz hätten. Und einen gemeinsamen Körper. So sagte der Gesandte Allahs, saws:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Die Gläubigen in ihrer Liebe und Zuneigung füreinander sind wie ein Körper. Wenn ein Teil davon krank ist, reagiert der ganze Körper mit Fieber!</p><cite>Sahih Muslim, Hadith Nr. 4685</cite></blockquote>



<p>Wenn du also krank bist oder traurig oder arm, dann leide ich mit dir! Und wenn ich es bin, die Schmerzen leidet oder Hunger oder Not, dann fieberst du mit mir. </p>



<h2>Deine Tränen sind auch meine!</h2>



<p>Deine Tränen sollten auch meine sein. Mein Lächeln und Fröhlich sein auch dir gehören. Deine Sorgen sollten mir im Magen liegen. Und meine Wünsche dir am Herzen. Deine Hindernisse sollten auch meine sein und meine Stärken stets auch deine. </p>



<p>So zumindest sollte es sein!</p>



<p>Aber ist es auch so? </p>



<h2>Zu oft allein</h2>



<p>Gleichen wir nicht oft eher einem Haufen loser Steine? Einem wirren Nebeneinander. Wo jede(r) nur für sich kämpft? Weint? Hofft? Bangt und sehnt? </p>



<p>Besonders wir Frauen sind oft allein mit uns selbst, den Kindern, dem Haushalt, den eigenen Sorgen und Unzulänglichkeiten. Sicher geben viele Ehemänner ihr Bestes, um uns zu entlasten und uns beizustehen. Aber auch sie haben ihre Aufgaben und Verpflichtungen.</p>



<p>Oft fehlt es an einem stabilen sozialen Netzwerk, das es uns erlauben würde, Verantwortung und Sorgen zu teilen. Regelmässig gemeinsam etwas zu unternehmen. </p>



<p>Online sind wir zwar meist gut vernetzt. Immerhin. Aber im analogen Alltag mangelt es doch an konkreten Begegnungen, Gesprächen, Hilfestellungen. Oder nicht?</p>



<h2>Familien ohne Dorf</h2>



<p>Zudem leben die eigenen Eltern und Geschwister häufig in einer anderen Stadt oder gar in einem anderen Land. Oder aber sie leben ein völlig anderes Leben und können vieles von dem, was uns beschäftigt und uns im Alltag als muslimische Frau und Mutter herausfordert, nur begrenzt nachvollziehen.</p>



<p>Viele von uns haben mehrere Kinder. Jedes von ihnen hat ein Recht auf unsere Zuwendung, unsere Liebe, unsere Zeit. Ein Recht darauf, liebevoll versorgt und im Sinne des Islams erzogen und gebildet zu werden. </p>



<p>Das verlangt uns viel ab. Auch wenn wir es gern tun und aus ganzem Herzen. Manchmal sehnen wir uns doch danach, das vielzitierte Dorf, das es braucht, um ein Kind zu erziehen, wäre gleich nebenan. </p>



<h2>Leben und erziehen gegen den Strom </h2>



<p>Besonders da wir in einem nicht-muslimischen Umfeld leben und oft das Gefühl haben, wir und unsere Kinder müssten unaufhörlich dagegen ankämpfen, vom Strom der Mehrheit mitgerissen zu werden. </p>



<p>Alhamdullilah. </p>



<p>Das kostet viel Kraft. Und erfordert viel Ausdauer und Geduld.</p>



<p>Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir füreinander da sind! Dass wir uns gegenseitig Halt geben, einander stärken und unterstützen. Mit Rat und Tat. </p>



<h2>Ein Stein allein ist keine Mauer</h2>



<p>Denn wenn wir nicht füreinander da sind , dann bröckelt unsere Mauer aus Gläubigen. Der Damm, der uns davor schützt, fortgerissen und überflutet zu werden.</p>



<p>Unsere Beziehungen lockern sich dann. Immer weiter. Bis keiner mehr den anderen hält. Und niemand mehr gehalten wird.</p>



<p>Wir werden dann schwächer. Als Ganzes. Und jeder für sich. Auch unsere Herzen. Und der Glaube darin.</p>



<h2>Sich gegenseitig halten</h2>



<p>Darum, lass mich dich halten. Und du halte mich. Lass uns gemeinsam eine Mauer sein. </p>



<p>Die fest ist und stark. Eine, die uns trägt. Dich und mich. Und alle anderen, die mit uns glauben. Die mit uns hoffen auf die Vergebung Allahs. Die mit uns wetteifern um gute Taten. Die sich mit uns sehnen nach dem Paradies, wo es keinen Kummer und keinen Schmerz mehr gibt. Nur Freude. Und Licht. Seide und Quellen. Kissen und Wohlgeruch.</p>



<h2>Liebe in Taten verwandeln</h2>



<p>Lass uns heute noch anfangen, Stein auf Stein zu setzen. Und unsere Liebe zueinander in Taten zu verwandeln. </p>



<p>In ein Lächeln. In eine warme Decke. Oder ein warmes Wort. In Zeit, die wir schenken. In Rat, den wir geben. In Mut, den wir zusprechen. In Geduld, zu der wir ermahnen. In Unterricht, den wir erteilen. In Hilfe, die wir gewähren. In ein Bittgebet, das wir sprechen. </p>



<p>Geben wir das, was unsere Geschwister brauchen. Und das, was wir uns selber wünschen! Denn, es ist überliefert von Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, dass der Gesandte Allahs, saws, sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Keiner von euch ist gläubig, bis er für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.</p><cite>Riyad-us-Salihin, Hadith Nr. 236</cite></blockquote>



<p>Darum: Sei ein Stein in deiner Mauer und gib deiner Schwester Power!</p>



<p><em>Fühlst du dich von deinen Geschwistern im Islam gehalten und unterstützt? Was würdest du dir von ihnen wünschen? Schreib es mir gern in die Kommentare.</em></p>



<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/marijana1-8558212/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3738933">marijana1</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3738933">Pixabay</a></p>
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