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	<title>Für sich selbst sorgen Archive - Die Hälfte der Ummah</title>
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	<description>Für starke muslimische Frauen und solche, die es werden wollen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Jun 2021 08:45:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>7 wunderschöne Dua (Bittgebete), die du bei Kummer, Trauer und Sorgen sprechen kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2021 10:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für sich selbst sorgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal durchleben wir schwierige Zeiten. Zeiten, in denen uns alles dunkel und bedrückend erscheint. Doch wir können etwas dafür tun, dass wieder Licht in unsere Seele und unser Sein kommt...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/7-dua-die-du-bei-trauer-sorgen-und-kummer-sprechen-kannst/">7 wunderschöne Dua (Bittgebete), die du bei Kummer, Trauer und Sorgen sprechen kannst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de">Die Hälfte der Ummah</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich weine. Ich presse ein Kissen an mein Herz. Damit es nicht in tausend Stücke springt. Es ist ein schwerer Tag – schmerzvoll und dunkel. So wie all die anderen Tage,<a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/knospe-meines-herzens-du-bluehst-im-paradies/"> seit Sarah nicht mehr da ist</a>. Nicht mehr in meinem Bauch. Nicht mehr in ihrem Bettchen. Nicht mehr in diesem Leben.</p>



<h2>Nichts ist mehr, wie es war</h2>



<p><a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/selbstfuersorge-fuer-muslime-5-wege-dir-mit-dem-islam-gutes-zu-tun/">Gut zu mir selber sein</a>? Etwas dafür tun, dass es mir besser geht? Unmöglich. Jeder Ansatz von Selbstmitgefühl wurde vor zwei Wochen auf der Intensivstation beendet. Mein ganzer Alltag, mein ganzes Sein ist in sich zusammengestürzt. Nichts ist mehr wie es war. Meine Trauer ist größer als meine Kraft. Hat mich unter sich begraben. Meine Seele ist düster. Ich habe einfach kein Licht mehr. Keinen Halt. Keinen Mut.</p>



<p>Nach dem Tod meiner Tochter war es das, was ich fühlte.</p>



<p>Kennst du das auch?</p>



<h2>Wenn alles wie immer ist – nur nicht für dich</h2>



<p>Die Sonne ist längst aufgegangen. Aber in dir drin ist noch immer finsterste Nacht. Eine Amsel singt ein Frühlingslied. Doch du bleibst in Stille versunken. Alle sind tätig, lebendig, aktiv. Busse fahren. Kinder lachen. Die Müllabfuhr holt, was vom Leben übrigblieb.</p>



<p>Alles ist wie immer.</p>



<p>Da draußen.</p>



<p><a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/wenn-depression-muslime-trifft-und-was-du-dann-tun-kannst/">Jenseits des gesichtslosen Dunkels, das dich gefangen hält</a>. Jenseits der qualvollen Stille, die dich umschließt. &nbsp;</p>



<p>Nur für dich, für dich ist nichts wie immer. Du bist nicht dabei. Nicht draußen. Nicht nirgends.</p>



<h2>Keine Kraft für gar nichts</h2>



<p>Liegst zusammengerollt in deinem Bett. Wie eine Schnecke in ihrem Perlmutthaus. Möchtest aufstehen, aber es fehlt dir an Kraft. Willst etwas Gutes tun. Für dich. Für andere. Für deine Religion. Aber du fühlst dich begraben unter einem Berg ungeweinter Tränen, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe.</p>



<p>Wie gern würdest du etwas von dieser Schwere loswerden. Dem Dunkel entkommen. Und sei es nur für einen kurzen Augenblick.</p>



<p>Aber wie bitte soll das gehen?</p>



<h2>Das Wissen darum, das Allah nahe ist</h2>



<p>Glaub mir, es geht.</p>



<p>Es gibt einen Ausweg. Auch für dich.</p>



<p>Es gibt einen Weg, der aus diesem Dunkel herausführt. Aus dieser Starre. Aus dieser Enge. Aus diesem verlorenen Einsam sein.</p>



<p>Denn auch in der dunkelsten Dunkelheit, der stillsten Stille und der einsamsten Einsamkeit gibt es jemanden, der nahe ist. Der dir nahe ist.</p>



<p>Und das ist Allah. Dein Schöpfer. Der Wender der Herzen.</p>



<p>Der deinen Kummer kennt. Und um jede deiner Tränen weiß.</p>



<h2>Sich mit Dua an Allah wenden</h2>



<p>Er, dem das Innerste deines Herzens nicht verborgen ist &#8211; Er ist auch der Erhörer der Bittgebete.</p>



<p>Der bereit ist, dich zu hören. Zu erhören. Wo immer, wann immer und in welchem Zustand du auch bist.</p>



<p>Denn Er sagt im Quran:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>„Und wenn meine Diener dich nach mir fragen. Ich bin nahe. Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich ruft.“ </p><cite>Sura 2:186</cite></blockquote>



<p>Wie schön ist dieser Vers! Denn er segnet uns mit dem Wissen um zwei Dinge, die uns guttun. In jeder Lage. Also auch jetzt.</p>



<ol type="1"><li>Das Wissen, das Allah Seinen Dienern nahe ist.</li><li>Dass Allah unseren Ruf erhört, wenn wir Ihn anrufen.</li></ol>



<p>Und dieses Wissen zeigt uns einen Ausweg. Weist uns die Richtung, in die wir gehen können. Auch wenn nichts mehr geht.</p>



<p>Du weißt, was ich meine, nicht wahr? Richtig!</p>



<h2>Das Sprechen von Dua – Allah um Hilfe bitten</h2>



<p>Das Erbitten von Allah ist Balsam für deine trauernde Seele. Es hilft dir, wieder in Beziehung zu treten. Zu Allah. Und zu dir selbst und deinen Gefühlen.</p>



<p>Vor Allah brauchst du dich nicht verbergen. Er weiß ja alles über dich. Du kannst dich so verletzlich zeigen, wie du wirklich bist. In deiner ganzen Schwäche, Trauer und Zerbrechlichkeit. Du musst keinen Schein wahren, keine Maske aufsetzen, keine Stärke beweisen.</p>



<p>Im Gegenteil, du darfst und sollst erkennen, wie abhängig du bist. Wie wenig du in der Hand hast. Wie begrenzt deine Kraft ist. Dein Einfluss. Deine Macht. Verstehe, wie zart du bist. Wie bedürftig. Wie angewiesen auf Allahs Barmherzigkeit, Gnade und Rechtleitung.</p>



<p>Befreie dich von der Last des Zauderns über vergangene Entscheidungen, von der Illusion, du hättest irgendetwas verhindern oder herbeiführen können.</p>



<p>Und wende dich an Ihn, der Macht über alle Dinge hat. In dessen Hand dein Schicksal liegt und der Zustand deines Herzens.</p>



<p>Mach Dua. Erbitte von Allah. Und öffne dich für das, was Er dir zuteilwerden lässt.</p>



<h2>5 Dua, die dir Trauer und Kummer erleichtern können</h2>



<p>Bevor ich dir gleich 5 segensreiche Bittgebete zeige, die du sprechen kannst, lass mich dir mitteilen, was der Gesandte Allahs, saws, über Dua sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>„Dua ist (das Wesen des) Gottesdienst(es).“</em></p><cite>Prophetischer Hadith</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>„Für Allah gibt es nichts Edleres als Dua.“ </em></p><cite>(Ahmad, Tirmidi, Hakim, u.a.)</cite></blockquote>



<p>Wann immer du dich an Allah wendest, sei dir gewiss: Du tust das Beste, was du tun kannst!</p>



<p>Hier ist nun endlich eine Auswahl an wunderschönen Bittgebeten für dich, die du vielleicht in Not bist. Möge Allah sie von dir annehmen und dir das Schwere leicht machen<strong>.</strong></p>



<h3>Das Dua bei Trauer und Kummer</h3>



<p>Als Erstes möchte ich jenes seelenheilende Dua mit dir teilen, welches mich damals aus meiner tiefsten Traurigkeit herausholte. Indem es mein Herz berührte. Von ganz ganz innen.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>„Oh Allah, ich bin dein Diener/deine Dienerin, Sohn (Tochter) deines Dieners und Sohn (Tochter) deiner Dienerin. Du bist Herr über mich, Deine Entscheidung über mich wird immer ausgeführt und Deine Bestimmung über mich ist gerecht.</em></p><p><em>Ich bitte dich mit all Deinen Namen, mit denen du dich selbst benannt hast oder die Du in Deinem Buch herabgesandt hast, oder die Du einem Deiner Geschöpfe lehrtest, oder die Du mit Deinem verborgenen Wissen bei Dir aufbewahrst, dass du den Quran zum Frühling meines Herzens, zum Licht meiner Brust, zur Beseitigung meiner Trauer und zum Schwinden meines Kummers machst. </em></p><cite>(Ahmad 1/391), von Albani als sahih eingestuft</cite></blockquote>



<p>Subhanallah, wie heilsam diese Worte sind. Schon allein das Sprechen dieses Bittgebetes tut wohl. Erinnert uns daran, dass die Lage, in der wir uns befinden, das ist, was Allah, der Gerechte, für uns bestimmt hat. Es ist unsere Prüfung. Unser Quadr, das uns nicht verfehlen sollte. Doch auch das Heilmittel für unsere Traurigkeit wird in diesem Dua erwähnt: der Quran. Das Buch der Rechtleitung, das unsere verwundeten Herzen wieder zum Blühen bringen kann. Alhamdullilah.</p>



<h3>Das Dua in der Notlage</h3>



<p>Wer von uns ist frei von Not? Wer von uns trägt keinen Schmerz? Wer von uns hat keine Sorgen? Wir alle durchleiden Erschwernisse, die uns belasten und bedrücken. Der Gesandte Allahs, saws, pflegte in Zeiten der Sorge und des Kummers dieses Dua zu sprechen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>Es gibt keine Gottheit außer Allah, dem Gewaltigen, dem Sanftmütigen. Es gibt keine Gottheit außer Allah, dem Herrn des gewaltigen Thrones. Es gibt keine Gottheit außer Allah, dem Herrn der Himmel, dem Herrn der Erde, dem Herrn des gewaltigen Thrones.</em></p><cite>( Muslim und Buchari)</cite></blockquote>



<p>In diesem Dua bringen wir zum Ausdruck, dass wir Allahs allumfassende Macht anerkennen und uns Ihm allein hingeben.</p>



<h3>Das Dua bei Betrübnis und Niedergeschlagenheit</h3>



<p>Von Asmaa bint Umays, ra, wird berichtet, dass der Gesandte Allahs, saws, sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8222;<em>Soll ich dir nicht einige Worte beibringen, die du sagen kannst, wenn du dich betrübt, deprimiert oder besorgt fühlst</em>:</p></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8218;<em>Allah, Allah ist mein Herr, ich geselle Ihm nichts bei.&#8216;</em>&#8222;</p><cite>(Abu Dawud, Ibn Majah)</cite></blockquote>



<h3>Das Dua um beständigen Beistand</h3>



<p>Ein weiteres wunderschönes Dua ist die an Allah gerichtete Bitte, stets und ständig von Seiner barmherzigen Fürsorge begleitet zu sein:</p>



<p><em>„Oh Allah, Deine Barmherzigkeit ist es, die ich mir erhoffe, und überlasse mich nicht einen Augenblick mir selbst und verbessere alle meine Angelegenheiten, es gibt keine Gottheit außer Dir.“</em> (Abu Dawud, Ahmad)</p>



<h3>Das Dua von Yunus</h3>



<p>Das Bittgebet, welches Yunus in höchster Not sprach, als er sich im dunklen Bauch des Walfischs befand, ist ein ganz besonderes Gebet. Es wird von jedem Muslim angenommen, der es spricht.</p>



<p>Denn der Gesandte Allahs, saws, sagte:</p>



<p>„Das Dua von Du-n-Nun (d.h. der mit dem Fisch), während er sich im Bauch des Wales befand, lautete:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>‚Es gibt keine Gottheit außer Dir. Preis sei Dir. Ich gehörte gewiss zu den Unrechthandelnden.‘ Kein Muslim wird jemals dieses Dua sprechen, ohne dass Allah ihm darauf antworten wird.“</em> </p><cite>(Ahmad, Tirmidi, an-Nasai)</cite></blockquote>



<h3>Den Kummer nur Allah klagen</h3>



<p>Erinnerst du dich an die Geschichte des Propheten Yakub, alaihi salam? Daran, wie sehr er von Trauer ergriffen und von Tränen überwältigt war, als er seinen geliebten Sohn Yusuf, alaihi salam, vermisste? Er erblindete vor Kummer! Dennoch klagte er niemandem sein Leid. Nur Allah allein. Und was pflegte er zu sagen? Er sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>„Er sprach: Siehe, ich trage meinen Kummer und Gram nur zu Allah. Und ich weiß von Allah, was ihr nicht wisst.“ </p><cite>(Sura 12:86)</cite></blockquote>



<p>Er pflegte das schöne Denken über Allah. Und all sein Kummer konnte daran nichts ändern. Er war voller Vertrauen in Allah und Dessen weisen Ratschluss.</p>



<p>Möge Allah auch uns die schöne Geduld schenken, die Er Yakub schenkte und unser Denken über Ihn stets gut sein lassen.</p>



<h3>Das Dua um Erleichterung</h3>



<p>Auch wenn gerade alles schwer ist und du das Gefühl hast, es gäbe keinen Ausweg und keine Hoffnung, sei dir gewiss, Allah kann deine Lage ändern und es dir leicht machen. Denn Er ist ja zu allem imstande.</p>



<p>Sprich dieses Dua:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>Oh Allah, Es gibt nichts Leichtes, außer was Du leicht gemacht hast. Und wenn Du willst, machst du die Trauer leicht.</em> </p><cite>(Ibn Hibban, Ibn as-Sunni)</cite></blockquote>



<p>Vertraue darauf, dass alles sich zum Guten wenden wird. Und erinnere dich daran, dass Allah im Quran sagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Wahrlich mit der Erschwernis kommt die Erleichterung. Mit der Erschwernis kommt die Erleichterung. </p><cite>(Sura 94:5-6)</cite></blockquote>



<h2>Wenn das Dunkel wieder Licht trägt</h2>



<p>Auch bei mir hat die Trauer sich irgendwann gelichtet. Es hat lange gedauert. Das ja. Und es war schwer. Mühsam. Und kraftraubend. Viele Regentropfen sind auf die Erde gefallen, viel Wasser ist die Bäche hinuntergeflossen, viele Rosen sind erblüht und wieder verwelkt, viele Worte sind geschrieben und viele verschwiegen worden.</p>



<p>Weg ist sie noch immer nicht. Die Trauer um Sarah. Aber sie ist leichter geworden. Ich kann sie jetzt tragen, alhamdullilah. Und dafür danke ich Allah, dem Erhörer der Bittgebete, der das Schwere leicht macht und die Herzen weit.</p>



<h2>Du und dein Dua</h2>



<p>Ich hoffe, diese kleine Sammlung von Dua erreicht dich gerade, wenn du sie am meisten brauchst und hilft dir, wieder Mut zu fassen und erste Schritte heraus aus dem Dunkel deines Kummers, deiner Depression oder deiner Trauer zu gehen.</p>



<p>Wenn du das Gefühl hast, du schaffst es nicht allein oder dein Leiden überwältigt dich, dann <a href="https://www.islamundpsychologie.de/">suche dir psychologische Hilfe</a> von außen.<a href="https://www.islamische-beratung.com/"> Suche einen Berater oder Therapeuten auf</a>, der dich auf deinem Weg zurück zu seelischer Stärke unterstützt. Du musst es nicht allein schaffen.</p>



<h2>Deine Erfahrungen</h2>



<p>Erzähle mir gern in den Kommentaren von deinen Erfahrungen. Erzähle uns, ob das Sprechen von Dua dir gutgetan hat, welches Dua dir am meisten geholfen hat, ob sich etwas an deiner Situation oder deiner Wahrnehmung verändert hat. Ich freue mich darauf, von dir zu lesen!</p>



<p>PS: Wenn du gern den arabischen Wortlaut der Bittgebete lernen möchtest, empfehle ich dir das kleine Buch „Hisnul Muslim“. Dort findest du alle wichtigen Adhkar mit Quellenangaben und arabischem Wortlaut sowie in Lautumschrift.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sich Vergleichen: Der Räuber der Freude und wie du ihn zähmst</title>
		<link>http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/sich-vergleichen-wie-die-sunna-dir-hilft-vergleiche-positiv-fuer-dich-zu-nutzen-und-neidgefuehle-loszuwerden/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sich-vergleichen-wie-die-sunna-dir-hilft-vergleiche-positiv-fuer-dich-zu-nutzen-und-neidgefuehle-loszuwerden</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 13:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für sich selbst sorgen]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Sich vergleichen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sich mit anderen zu vergleichen, kann ganz schön deprimierend sein. Doch es geht auch anders. Erfahre hier, wie dir ein Hadith des Gesandten Allahs, saws, dabei helfen kann, die Freude in dein Leben zurück zu holen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8222;Der Vergleich ist der Räuber der Freude.&#8220;</p>



<p>Kennst du dieses Sprichwort? Bestimmt hast du es schon mal gehört. So oder so ähnlich. Und auch wenn nicht, erlebt hast du es sicher schon! Wie dir plötzlich alles, was du hast und kannst und tust ganz klein und unbedeutend und armselig erscheint &#8211; im Vergleich zu dem, was andere haben oder können oder erreichen.</p>



<p>Sich vergleichen tut oft weh. Da stimmst du mir sicher zu, oder? </p>



<p>Woran das liegt?</p>



<p>Das finden wir später heraus, inshaallah. Lass uns doch erstmal das Sprichwort in Alltag übersetzen. </p>



<h2>Sich vergleichen: missmutig durch den Alltag</h2>



<p>Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:</p>



<p>Ich stehe morgens auf, gieße mir einen Kaffee ein und bin eigentlich ganz zufrieden mit mir und der Welt. Die Sonne scheint, das Kleinkind lacht und die Haare liegen direkt auch mal ganz gut.</p>



<p>Doch dann hole ich mein Handy raus (an dieser Stelle: bedrohliches Trommeln im Hintergrund). Und während die Milch den Kaffee küsst, werfe ich einen Blick auf das Leben der anderen. Nur kurz, versteht sich. Nur gaaaanz nebenbei. Schließlich bin ich keine von diesen Immer- Online- Mamas, hehe. </p>



<h3>Hopplahopp, das Teufelchen</h3>



<p>Ein Blick nach hier, ein Scroll nach da&#8230; </p>



<p>Schon geht es los, tatütata: </p>



<p>&#8222;Oh, Schwester XYZ hat noch ein Baby bekommen. Und parallel dazu hat sie ein neues Buch veröffentlicht.  Mashaallah!&#8220; </p>



<p>Abwesend rühre ich meinen Kaffee um und ringe die <s>Neidgefühle</s> Minderwertigkeitskomplexe nieder. Mit mäßigem Erfolg.</p>



<p>Denn Hopplahopp, das Teufelchen in meinem Kopf, ist längst hellwach und kichert schadenfroh. </p>



<p>&#8222;Endlich Frühstück!&#8220;, denkt es sich! &#8222;Hmm, lecker Whatsapp-Nachrichten und Insta-Stories. Nix wie ran ans Buffet.&#8220;</p>



<p>Und schon hört man es schmatzen&#8230;</p>



<p>Die Reste krieg ich prompt serviert. Zerkrümelte Gedanken. Spitz und kantig und gar nicht lecker. </p>



<p>Zum Beispiel solche:</p>



<h3>Die andere Mutter und Ich</h3>



<p>&#8222;Sieben Kinder hat sie, allahummabarik. Und dann auch noch ein Buch geschrieben. Mashaallah! Und ich? Ich habe nur zwei, drei, vier Kinder. Und bin trotzdem total geschafft (Please don´t tell anyone!) Und das einzige, was ich online eingebracht habe, sind meine Longtail-Looser-Keywords bei Google. </p>



<p>À la: </p>



<ul><li><a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/mama-burnout-warum-es-manchmal-ganz-schoen-schwer-ist-eine-supermama-und-hausfrau-zu-sein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mutter und trotzdem traurig</a></li><li><a href="https://www.apotheken-umschau.de/Muedigkeit/Fuenf-Tipps-gegen-Muedigkeit-344577.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schlecht geschlafen &#8211; was nun? </a></li><li><a href="https://www.urbia.de/magazin/familienleben/muetter/muetter-schluss-mit-schuldgefuehlen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erste Hilfe bei Schuldgefühlen</a> </li><li><a href="https://www.wireltern.ch/artikel/frauen-achten-zu-wenig-auf-ihre-beduerfnisse-767" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hausfrauen-Burnout</a></li><li>und so weiter und so fort.</li></ul>



<h3>Die Freizeit-Profis und Ich</h3>



<p>&#8222;Und ah, Schwester ABC  hat am Wochenende mit ihren Kindern einen pädagogisch wertvollen Ausflug in den Wald gemacht. Mit Würstchen und Stockbrot und Naturerziehung und so&#8230;</p>



<p>Und ich?</p>



<p>Habe es gerade mal geschafft, mich zum nächstgelegenen städtischen Spielplatz zu schleppen und ein halbes Dutzend Sandeis in Plastewaffeln zu verzehren.</p>



<p>Was für ein müder-mieser Mama-Muffel ich doch bin!</p>



<p>Und dann auch noch das hier:</p>



<h3>Das richtige Mindset und Ich</h3>



<p>Ach, und Bruder DEF hat wieder einen ganz tollen Livestream geschaltet mit richtig guten Tipps zum richtigen Mindset und so. Er strahlt das auch voll aus. Sieht immer so entspannt aus. Lächelt sanft. Und spricht in kohärenten Sätzen. </p>



<p>Und ich? </p>



<p>Zucke furchtsam zusammen, wenn mir mein gestresstes Selbst aus dem Spiegel entgegen grimmt. Bin total entspannt. Nicht! Und kohärente Sätze? Forget about it! </p>



<p>So geht es fort und immerzu steigt Zweifel auf in meine Ruh &#8211; und ruft und lärmt: </p>



<p>&#8222;So schlecht bist du!&#8220; &#8222;So klein bist du!&#8220; &#8222;So arm bist du!&#8220; </p>



<p>Was natürlich nicht stimmt!</p>



<p>Oder vielleicht doch?</p>



<h2>Sich vergleichen: wie Kirschkerne im Kopf!</h2>



<p>Das kleine Teufelchen hat es sich in meinem Kopf herrlich bequem gemacht. Es spuckt mir kratzige Gedanken ins Gehirn wie andere Leute Kirschkerne in die hohle Hand:</p>



<p>&#8222;Wie machen die das bloß alle?&#8220; </p>



<p>&#8222;Und wann?&#8220; </p>



<p>&#8222;Warum kann, habe, schaffe ich das alles nicht?&#8220;</p>



<p>&#8222;Was mache ich nur falsch?&#8220;</p>



<p>&#8222;Und was ist eigentlich mit meinem Mindset nicht in Ordnung?&#8220; </p>



<p>&#8222;Habe ich überhaupt eins?&#8220;</p>



<div class="wp-container-1 wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p>&#8222;Warum bin ich nicht so entspannt, aktiv, erfolgreich, sorgenfrei, glücklich verheiratet, gesund ernährt, wohl temperiert, super strukturiert, top organisiert  und super gut trainiert &#8211; wie XYZ?</p>



<p>Oder:</p>
</div></div>



<p>&#8222;Warum habe ich keinen Garten vor der Tür, keinen Wald hinterm Haus, kein Pool vor der Nase, kein Pferd im Stall, keine Katze auf dem Sofa, keine Promotion in der Tasche, keinen Mumm in den Knochen &#8211; wie CDEFG?&#8220; </p>



<p>Kurz: </p>



<p>&#8222;Warum bin ich so eine arme Versagerin?&#8220; </p>



<p>Puh&#8230; Heul&#8230;Seufz&#8230;und Ach! Der Tag ist noch so jung. Und doch schon voller Ungemach.</p>



<h2>Sich vergleichen: ein Weg ins Verderben?</h2>



<p>Das alles kommt dir bekannt vor? </p>



<p>Willkommen im Jammer-Tal der Selbstzweifel, wo allüberall nur Disteln blühen! Wo das Selbstmitleid wuchert und der Frust schneller wächst als die Vogelmiere im Schulgarten nebenan.</p>



<p>Wie sind wir bloß hierher geraten? Und vor allem &#8211; wie kommen wir hier wieder raus?</p>



<h3>Das Leben der anderen</h3>



<p>Fangen wir mit der ersten Frage an &#8211; damit wie alles begann:</p>



<p>Mit einem Kaffee. Richtig! Aber der kann nix dafür. </p>



<p>Mit einem Blick auf das Handy?  Das ist schon ganz nah dran!  Aber noch zu unpräzise. Denn um genau zu sein, war es vor allem der Blick auf das  vermeintlich bessere Leben der anderen, mit dem das ganze Elend begann.</p>



<p>Dieser (neidvolle?) Blick ließ eine unsichtbare Dornenhecke wachsen, an der wir uns eifrig die Augen ausstechen. Wie all die ungeduldigen Prinzen, die Dornröschen vor der Zeit aus ihrem hundertjährigem Schlaf wecken wollten. </p>



<p>Dieses Blicken auf das, womit Allah die anderen gesegnet hat, verstellt uns den Blick. Den Blick auf uns und unser Leben. Und auf das, womit Allah uns beschenkt hat. </p>



<h3>Sehend und doch blind</h3>



<p>Wir blicken auf das, was andere haben. Zum Beispiel sieben Kinder und ein selbstgeschriebenes Buch. Und übersehen dabei das Baby in unserem Arm, das sich friedlich schlummernd an uns schmiegt. Lebendig und warm. Und die Zeilen, die wir gerade schreiben. Und die immerhin ein Anfang sind&#8230;</p>



<p>Wir blicken auf das, was andere machen. Zum Beispiel tolle Ausflüge in den herbstbunten Wald. Und sind blind für das, was wir selbst machen können. Zum Beispiel uns darüber freuen, dass wir so ein liebes und großzügiges Kind haben, das uns mit Unmengen liebevoll gefüllter Sandeis-Waffeln verwöhnt und ganz und gar zufrieden ist mit seinem Spielplatz-Schicksal.</p>



<p>Wir blicken auf das, was andere können. Zum Beispiel inspirierende Mind-Set-Videos drehen. Und verlieren aus den Augen, was wir selbst gut können. Zum Beispiel Gedichte schreiben. Oder Kaninchen züchten. Oder einen tristen Vorgarten in ein rauschendes Kunterbunt verwandeln. </p>



<p>Und deshalb fühlen wir uns arm. Und benachteiligt. Unfähig. Unnütz. Und ja, auch unglücklich. </p>



<p>Wir sind dann Gefangene unseres eigenen Blicks.  Machen uns die Welt eng  und schwer und unser Herz dunkel. </p>



<h2>Sich vergleichen: eigene Gaben in den Blick nehmen</h2>



<p>Aber diese Piekse-Hecke, die ist nicht alles! </p>



<p>Sie wächst nur, wenn wir sie lassen. Wenn wir also wollen, dann können wir sie zerteilen und auf das blicken, was jenseits ihrer dornigen Trübsal liegt. </p>



<p>Aber was ist das, da jenseits der Hecke? </p>



<p>Das sind wir.  Das, was wir haben, können und sind. Also all das, womit Allah, der Schenkende, uns gesegnet hat:</p>



<p>Zum Beispiel:</p>



<ul><li>unsere Familie</li><li>unsere Freunde</li><li>unser Zuhause</li><li>unser Körper</li><li>unser Verstand</li><li>unsere Religion!</li><li>unsere Talente</li><li>unsere Stärken und Schwächen</li><li>unsere Erfahrungen</li><li>unser Wissen</li><li>und vieles, vieles mehr.  Unzählbar vieles!</li></ul>



<p>Denn Allah sagt im Quran:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Und wenn ihr die Gunsterweise Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht berechnen. Wahrlich, der Mensch ist ungerecht und undankbar! würdet es nicht vermögen.</p><cite>Quran, Sura 14:34</cite></blockquote>



<h3>Allahs Versorgung und Bestimmung</h3>



<p>Jenseits dieser dornigen &#8222;Die-anderen-können-und-haben-es-besser- Hecke&#8220;, liegt somit <strong>unser</strong> Rizq und <strong>unser</strong> Quadr.</p>



<p>Wir werden nicht von dieser Welt gehen, ohne dass wir zuvor alles erhalten  haben, was für uns bestimmt ist.</p>



<p>Und es wird (uns) nichts geschehen als das, was Allah für uns bestimmt hat.</p>



<p>Denn, der Gesandte Allahs, saws, sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Wahrlich, ein jeder von euch wird hinsichtlich seiner Erschaffung im Bauch seiner Mutter vierzig Tage zusammengebracht. Darauf ist er ebenso lange ein Blutgerinnsel, darauf ebenso lange ein Fleischklumpen. Darauf sendet Er zu ihm einen Engel, dem befohlen wird, vier Sachen aufzuschreiben: seine Taten, seine Versorgung (Rizq), seinen Todeszeitpunkt und ob er verdammt oder selig sein wird. </p><cite>Sahih Buchary</cite></blockquote>



<p>Und außerdem:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8222;Wisse, dass das, was dich verfehlte, dich nicht treffen sollte. Und dass das, was dich traf, dich nicht verfehlen sollte.&#8220;</p><cite>Riyad-us-Salihin, Nr. 62</cite></blockquote>



<p>Es gibt also weder einen Grund noch eine Rechtfertigung für dieses neidvolle Blicken auf die Versorgung und das Leben der anderen. </p>



<p>Wir könnten also eigentlich ganz entspannt und zufrieden sein. </p>



<p>&#8222;Sind wir aber nicht!&#8220;</p>



<p>Ja, du hast ja recht. Irgendwie sticht und stachelt es immer noch und piekst und brennt. Und so richtig was sehen, können wir auch noch nicht. </p>



<p>Aber alhamdullilah, wir sind Muslime! Und es gibt ein Schwert, das diese Hecke für uns teilen kann: </p>



<p>die Sunna des Gesandten Allahs, saws!</p>



<h2>Sich vergleichen: Das lehrt uns die Sunna </h2>



<p>Er, der Gesandte Allahs, saws, hat uns gelehrt, wie ein Vergleich zu führen ist, der uns vor dem Erblinden schützt und uns sehend macht für die Segnungen unseres Schöpfers.</p>



<p>Er, saws, sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Blicke zu jenen, die unter dir sind, und nicht zu jenen, die über dir sind, denn dies ist besser geeignet, dich davor zu bewahren, die Gaben Allahs gering zu schätzen.</p><cite>Sahih Muslim </cite></blockquote>



<p>Was können wir aus diesem Hadith lernen?</p>



<div class="wp-container-2 wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container">
<ul><li>Vergleiche zu ziehen zwischen sich und anderen ist nichts, was grundsätzlich falsch, schlecht oder schmerzhaft sein muss. Es gehört wohl zum Menschsein dazu, sich mit anderen zu messen, herauszufinden, wo man steht.  Es geht also gar nicht darum, das Vergleichen loszuwerden, sondern vielmehr darum, es in die richtige Richtung zu lenken. Dann kann es sogar sehr positive Folgen haben!</li></ul>



<ul><li>Entscheidend dafür ist das <strong>Wie</strong> des Vergleiches. Wie wir uns vergleichen, entscheidet darüber, ob wir uns in Neid, Selbstzweifeln und Undankbarkeit verlieren oder zunehmend achtsamer und dankbarer mit den Gaben Allahs umgehen.</li></ul>
</div></div>



<p>Was genau das bedeutet? </p>



<p>Das schauen wir uns jetzt an:)</p>



<h3>Die richtige Blickrichtung</h3>



<p>Der Gesandte Allahs, saws, hat uns gezeigt, in welche Richtung wir unsere Blicke lenken sollten, wenn wir uns vergleichen. Und in welche nicht!</p>



<p>Lass uns diese Lehre auf unser alltägliches Leben übertragen und mein obiges Beispiel mit der siebenfachen Mutter aufgreifen&#8230;</p>



<p>Überleg mal: </p>



<p>Was passiert, wenn du als Zweifachmutter auf die sieben Kinder einer anderer Mutter schaust? Erscheinen dir deine eigenen zwei nicht plötzlich wenig? Vielleicht sogar zu wenig?</p>



<p>Und jetzt stell dir vor, du triffst eine Frau, die sich seit Jahren sehnlichst ein Kind wünscht, aber keines bekommen kann. Oder eine Mutter, die gerade ihr geliebtes Kind zu Grabe getragen hat. Die zu Hause eine leere Wiege stehen hat, in der kein Atemzug mehr zu hören ist.  </p>



<p>Wie wirst du jetzt auf deine zwei Kinder schauen? Du wirst verstehen, wie reich du gesegnet bist. Wie schön es ist, dass du deine Kinder in den Arm nehmen, küssen und umsorgen kannst, anstatt ihr Grab auf dem Friedhof zu besuchen. Und du wirst dich dankbar fühlen. Dankbar dafür, Mutter zu sein. Mit Kindern gesegnet zu sein. </p>



<p>Das Blicken auf diejenigen, die mehr (Kinder, Geld, Talente, usw.) haben als wir selbst, kann also dazu führen, dass wir unsere eigenen Segnungen gering schätzen.  Wir geraten dann schnell in die Fänge des Neides und werden missmutig, traurig und unzufrieden.</p>



<p>Möge Allah uns davor bewahren.</p>



<h3>Vorhandenes wertschätzen statt Nichtvorhandenes bedauern</h3>



<p>Wenn wir aber zu jenen schauen, die weniger gesegnet sind als wir &#8211; dann geschieht etwas anderes. Der Schleier der Gewohnheit schwindet lautlos von unseren müden Augen. </p>



<p>Plötzlich nehmen wir überdeutlich war, dass wir in den Gaben Allahs schwimmen!  Wir erkennen, dass Allah, der Allerbarmer,  uns vor vielem  bewahrt hat, mit dem Er andere prüft. Und dass Er uns reich beschenkt hat aus Seiner unendlichen Fülle.</p>



<p>Das ist der Anfang für mehr Dankbarkeit. Für mehr &#8222;Alhamdullilah&#8220;, für mehr Lobpreisen und demütig sein. Für Tränen in den Augen und für neue Fragen.  Denn wenn wir aufhören zu fragen, warum habe ich dies und das und jenes nicht oder warum kann ich dies und das und jenes nicht, dann kommen uns ganz andere Fragen in den Sinn. </p>



<h3>Über sich hinaus denken</h3>



<p>Fragen, die nicht stehenbleiben, bei dem, was wir haben. Oder eben nicht. Können oder nicht. Fragen, die über uns selbst hinausreichen. Hin zu anderen. Hin zu Bedürftigen. Hin zu Trauernden. Hin zu Geflüchteten. Hin zum Geben. Zum Schenken. Zum Tun.</p>



<p>Dann wird aus:</p>



<p> &#8222;Was habe ich?&#8220; &#8211; &#8222;Was habe ich zu geben?&#8220; und aus</p>



<p>&#8222;Was kann ich?&#8220; wird &#8222;Was kann ich damit für andere tun?&#8220;</p>



<p>Diese Fragen haben damit das Potential, das schöne und lobenswerte Gefühl der Dankbarkeit in gute Taten umzuwandeln und  <strong>anderen zu geben</strong>. Anderen zu helfen. Anderen ihre Not zu erleichtern. </p>



<p>Mit einer Spende von unserem Besitz.  Mit einem Dua für eine trauernde Schwester. Mit einem Lächeln von unserem Glück. Mit einem Wort aus unserem Herzen.</p>



<p>Das ist gut für andere. Und gut für uns. </p>



<p>Denn Allah sagte im Quran:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8222;Wahrlich, wenn ihr dankbar seid, dann werde Ich euch noch mehr geben. Seid ihr jedoch undankbar, dann ist Meine Strafe streng.</p><cite>Quran, Sura 14:7</cite></blockquote>



<h2>Vergleichsweise glücklich: Alhamdullilah!</h2>



<p>Wenn also das nächste Mal die Milch den Kaffee küsst, dann küss du dein Baby. Oder deinen Mann:) Oder schicke einen lieben Gruß an deine Nachbarin. Und sage und fühle: </p>



<p>&#8222;Alhamdullilah, dass es dich gibt, mein Baby. Und mich. Diesen Morgen. Diesen Himmel. Und diesen heißen Kaffee mit ganz viel Zucker drin.  Und alhamdullilah für diesen Kuss, den ich dir schenken kann. </p>



<p>Alhamdullilah, dass ich Muslim bin und dieses Hadith habe, mit dem ich den Räuber der Freude so freudvoll und lächelnd besiegen kann.</p>
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		<title>Selbstfürsorge für Muslime &#8211; 5 Wege, dir jetzt mit dem Islam Gutes zu tun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 13:32:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für sich selbst sorgen]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dua]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken Allahs]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Selbstfürsorge erscheint uns oft als etwas, das wir "extra" machen müssen. Etwas, was uns Zeit, Mühe und vielleicht sogar Geld kostet. Dabei ist es so einfach, sich als Muslim Gutes zu tun. Weil  Islam Selbstfürsorge ist!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Du entscheidest!  </p>



<p>Ob du Zeit hast, für dich zu sorgen. Oder nicht. </p>



<p>Wenn es dir wichtig ist, dir Gutes zu tun, dann findest du Zeit. Und Wege. Und noch viel mehr.</p>



<p>Wenn nicht, dann findest du Ausreden. Und Gründe, warum das überhaupt. gar. nicht. geht! Jedenfalls nicht heute. Eher schon morgen oder übermorgen. Oder übernie! </p>



<p>Dann hetzt und weinst und träumst du dich hastig in den Tod. Der keine Eile hat. Sondern geduldig wartet. Auf dich und dein Erwachen. Und das Leben. Da in dir drin.</p>



<h2>Kleiner Einsatz &#8211; große Wirkung</h2>



<p>Doch, keine Sorge. Du kriegst das schon hin. Denn ich habe eine gute Nachricht für dich:</p>



<p><a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/selbstfuersorge-ist-auch-fuer-muslimas-wichtig/">Selbstfürsorge</a> muss nicht viel Zeit beanspruchen!</p>



<p>Kleine Selfcare-Snacks reichen. Um viel zu bewirken. Für dich und andere. Für dein Leben im Diesseits und dein Schicksal im Jenseits. </p>



<p>Und das Beste daran:</p>



<p> Alles, was du brauchst, um gut für dich zu sorgen, ist schon da!</p>



<h2>Nicht suchen &#8211; nur finden! </h2>



<p>Du musst nirgendwo hingehen. Nichts kaufen. Und auch nichts aufwändig vorbereiten. </p>



<p>Denn Allah hat alles schon für dich vorbereitet.  In dir drin. In deinem Herzen. Im Islam!</p>



<p>Denn Er sagt im Quran:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Heute habe ich Eure Religion für euch vollendet und meine Gnade an euch erfüllt. Und es ist mein Wille, dass der Islam euer Glaube ist. (Sura 5:3)</p></blockquote>



<h2>Das Geschenk des Barmherzigen annehmen </h2>



<p>Allah, der Allerbarmer, hat dir den Islam geschenkt, alhamdullilah. Eine vollendete Religion, in der nichts fehlt. In der alles enthalten ist, was du brauchst. Damit es dir gut geht. In diesem Leben wie im nächsten. Dir und den Geschöpfen um dich herum.</p>



<p>Es liegt an dir, dieses Geschenk, in das Allah seine ganze Gnade hinein gelegt hat, anzunehmen, es zu öffnen und sorgsam damit umzugehen. </p>



<p>Wie? </p>



<p>Indem du Allahs Willen erfüllst. Und den Islam lebst. Und barmherzig bist. Anderen gegenüber. Aber auch und zuerst dir selbst gegenüber! </p>



<h2>Sich selbst barmherzig sein</h2>



<p>Denn auch du selbst bist ein Geschöpf Allahs. Zerbrechlich. Bedürftig. Und abhängig. </p>



<p>Mit einem Körper, der krank werden kann. Mit einer Seele, die sich verirren kann. Mit einem Herzen, das vor<a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/wenn-depression-muslime-trifft-und-was-du-dann-tun-kannst/"> Kummer</a> verkümmern kann.  Und einem Verstand, der verloren gehen kann.</p>



<p>Allah hat dir all dies anvertraut! Und du bist diejenige, die dafür verantwortlich ist. <strong>Du </strong>wirst danach gefragt werden. Nach deiner Zeit. Deiner Gesundheit. Deinem Leben. </p>



<p>Und was du damit gemacht hast!</p>



<h2>Wie du dir Gutes tun kannst</h2>



<p>Deshalb, lass<a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/traeume-nicht-dein-leben-es-weckt-dich-sonst-der-tod/"> den Tod</a> warten! Aber nicht dein Leben. Pack die Ausreden weg. Und die Möglichkeiten an! </p>



<p>Hier sind sie:</p>



<h3>Still sein und nachdenken</h3>



<p>Nachdenken ist etwas, was viele von uns sich abgewöhnt haben. Weil das Handy immer greifbar ist. Und mit ihm die Gedanken anderer Leute. Die wir konsumieren. Wisch, wisch. Und weg. Das macht Spaß. Und wenig Mühe. </p>



<p>Aber &#8211; es übertönt die Stille. Die der Nacht. Und die in dir drin. Die dir was erzählen will. Über dein Leben. Und dein Sterben. Und dich selbst, da zwischendrin. </p>



<p>Versuch doch mal, ihr zuzuhören. Sei ganz ruhig. In deiner Höhle. Wo immer die auch ist (Im Garten? Im Bett? Oder unten am See?). Und blicke zu den Sternen hin. Zu dir selber. Oder in das Buch Allahs. </p>



<p>Und lies die Zeichen, die da sind! Und auf dich warten. Auf deinen Blick. Und dein Verstehen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Siehe, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Wechsel von Nacht und Tag sind wahrlich Zeichen für die Verständigen. Die da Allahs gedenken im Stehen und im Sitzen und Liegen und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: Unser Herr, du hast all dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Schütze uns vor der Feuerspein. (Sura 3:190-191)</p></blockquote>



<h3>Den Quran lesen</h3>



<p>Es gibt ein Buch, das die Antwort auf all deine Fragen hat. Dass jedes Dunkel erleuchten und jeden Schmerz lindern kann. Ein Buch, das dich nie im Stich lassen und immer für dich da sein wird. Ein Buch, das niemals zu Ende geht. Ein Buch, das dich kennt. Weil ER dich kennt. Er, der es hinab gesandt hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Dies ist ein Buch, das wir zu dir hinab gesandt haben, damit du die Menschen aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen.</p><cite>Sura 14:1</cite></blockquote>



<p>Lies dieses Buch. Den<a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/wie-du-es-endlich-schaffst-regelmaessig-quran-zu-lesen-und-ihn-erfolgreich-auswendig-zu-lernen-auch-als-mutter/"> Quran</a>. Und sei dir sicher, du wirst finden, was du brauchst. Und was dir gut tut!</p>



<p><strong>Einige Beispiele?</strong></p>



<ul><li>Wenn dir ein großes Leid widerfahren ist, dann lies über die schöne Geduld in Sura <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OQHp_o2TepY">Yusuf</a>. Und du wirst wieder Hoffnung schöpfen.</li></ul>



<ul><li>Wenn du einsam bist, dann lies: </li></ul>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8222;Wenn meine Diener dich nach mir fragen: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=z7clnTh0OUs">Ich bin nahe</a>.&#8220;</p></blockquote>



<ul><li>Und wenn du glaubst, dass niemand dich und deine Tränen sieht, dann lies:</li></ul>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>&#8222;Siehst du nicht die Vögel über dir? Sie breiten ihre Flügel aus. Und ziehen sie ein. Niemand hält sie &#8211; außer dem Allerbarmer. Er hat ja alles im Blick.&#8220; (Sura 67:19)</p></blockquote>



<p>Lies den Quran und erlebe, wie dein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=InbhAJdqzJI">Herz zur Ruhe</a> kommt, deine Augen überfließen und deine Haut erschauert. Vor Liebe. Und vor Freude. Darüber, dass Er da ist. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=u-mqpgLrhsU">Er, der alles hält</a> und alles im Blick hat. Auch dich!</p>



<h3>Das Gebet verrichten</h3>



<p>Weißt du, was der Gesandte Allahs, saws, zu Bilal, r.a., zu sagen pflegte, wenn ihn etwas beschäftigte? Er sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Oh Bilal, rufe zum Gebet, damit es uns Erleichterung bringt! </p><p>(Sunan Abu Dawud, Hadith Nr.4985)</p></blockquote>



<p>Wenn du dich also danach sehnst, dem Hin und Her des Alltags für einen Augenblick zu entkommen, dann bete. </p>



<p>Spüre, wie die die Sorgen des Diesseits kleiner werden und ihre Macht über dich verlieren. Weil du eintauchst in eine andere Welt. In der es nur dich gibt. Und deinen Schöpfer. Zu dem du sprichst. Den du bittest. Und Der dir alles gewährt, was du brauchst. Zuflucht. Frieden. Und Vergebung. </p>



<p>Nutze dieses innige Zwiegespräch mit Allah, um dich zu stärken. Dich zu entspannen. Und dich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Dein Herz. Und seine Liebe zu Allah. </p>



<p>Dann kann <a href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/mama-burnout-warum-es-manchmal-ganz-schoen-schwer-ist-eine-supermama-und-hausfrau-zu-sein/">der Alltag </a>dir nichts mehr anhaben!</p>



<h3>Von Allah erbitten</h3>



<p>Kennst du diese Waffe, die siegt, ohne zu kämpfen? Die gewinnt, ohne zu verletzen? Die Waffe, die niemandem Leid zufügt. Und jedem helfen kann. Der Iman in seinem Herzen trägt. </p>



<p>Es ist die Waffe des Gläubigen &#8211; das Bittgebet (Dua).  </p>



<p>Ibn Al-Qayyim sagte über sie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Dua ist eines der besten Heilmittel und der Feind aller Krankheiten und Leiden. Es bekämpft und heilt sie, verhindert ihr Auftreten und bezwingt oder verringert sie, wenn sie aufgetreten sind. Es ist die Waffe und das Schutzschild des Gläubigen. </p><p>(Ad-Da´wa ad-Dawa, S.41 in: Yasir Qadhi: Die Waffe des Gläubigen, S.62)</p></blockquote>



<p>Was auch immer dich trifft:</p>



<p>Sei es, dass du Schmerzen hast oder dass du traurig bist. Sei es, dass du Hunger leidest. Sei es, dass du einsam bist oder voller Angst. Verliere nicht den Mut. Denn du kannst etwas für dich tun. Immer! </p>



<p>Bitte Allah! Um Hilfe, um Essen, um Schutz. Was auch immer du brauchst. Vertraue darauf, dass Er dich hört. Und dir gibt, was gut für dich ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Und euer Herr sprach: Bittet mich; Ich will eure Bitte erhören. (40:60)</p></blockquote>



<h2>Allahs gedenken &#8211; Dhikr</h2>



<p>Alhamdullilah! </p>



<p>Das Gedenken Allahs ist einfach. Du kannst es immer und (fast) überall verrichten. Und auf diese Weise gut für dich sorgen. </p>



<p>Denn es stärkt deine Beziehung zu Allah und dein Vertrauen in Ihn. Wenn du dich immer wieder an Allah erinnerst, wird dir bewusst, dass dein ganzes Leben in seiner Hand liegt. </p>



<p>Wo immer du auch bist. Vom<a href="https://www.youtube.com/watch?v=VVG1eBVUtHM&amp;t=28s"> Morgen</a> bis zum <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g1gJiApDTFQ&amp;t=485s">Abend</a>. Und auch im Dunkel der Nacht.</p>



<p>Darum: </p>



<p>Beginne und beende deine Tage mit der besten aller Taten! Mit dem Gedenken Allahs. Über das der Gesandte Allahs, saws, sagte: </p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Soll ich euch nicht über die beste der Taten informieren, die reinste bei eurem Herrn, die eure Stufen am meisten erhöht [&#8230;]? Sie sagten: &#8222;Doch.&#8220; Er sagte: Das Gedenken Allahs, des Erhabenen. (Tirmidi 5/459)</p></blockquote>



<p>So wirst du Ihm immer nahe sein. Und Er wird dir nahe sein! Und besser kannst du nicht für dich sorgen!</p>



<p>Denn der Gesandte Allahs, saws, sagte: </p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Allah sagt: Ich bin mit dem Gedenken meines Dieners an Mich. Und Ich bin mit ihm, wenn er Meiner gedenkt [&#8230;]. </p><p>(Buchary 8/171 und Muslim 4/2061)</p></blockquote>



<h3>Dankbar sein</h3>



<p>Du bist heute Morgen erwacht. Alhamdullilah. Während ein anderer Mensch in diesem Augenblick vielleicht seinen letzten Atemzug getan hat.  Ist das nicht ein Grund, um <a href="https://www.youtube.com/watch?v=abwbpLrRxHM">dankbar zu sein</a>? </p>



<p>Du kannst heute die Vögel singen hören. Die Sonne auf deiner Haut spüren. Ein Gebet verrichten. Dein Kind streicheln. Jemanden um Vergebung bitten. Den Duft eines Veilchens genießen. An einem glucksenden Bach entlang spazieren. Allahs gedenken. Und noch viel mehr. </p>



<p>Nimm das wahr. Und nimm es nicht für selbstverständlich. Dass du so reich beschenkt wirst. Auch heute wieder. Von Ihm, dem Schenkenden. Dessen Gaben du niemals zählen könntest. </p>



<p>Sag Danke. Oh Allah. Alhamdullilah! </p>



<p>Lächle. Und freue dich. Weil <a href="https://www.positivepsychologie.eu/sites/default/files/ja-magazin_18-19.pdf">Dankbarkeit glücklich</a> macht. Und weil Allah dir noch mehr geben wird, wenn du Ihm dankbar bist. </p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Wahrlich, wenn ihr dankbar seid, will ich euch noch mehr geben. Seid ihr jedoch undankbar, so ist meine Strafe gewiss streng.</p><cite>Sura 14:7</cite></blockquote>



<p>In diesem Sinne: </p>



<p>Tu dir Gutes, indem du Gutes tust. Denke nach über dich und dein Leben und die Zeichen Allahs. Lies den Quran, verrichte das Gebet, wende dich mit all deinen Bitten an Allah, erinnere dich Seiner ständig und übe dich in Dankbarkeit. </p>



<p>Und vor allem, spüre, wie wohltuend es ist, für dich selbst zu sorgen. </p>



<p>Mit dem Islam. Der die beste Selbstfürsorge ist. Alhamdullilah.</p>



<p>Zum Weiterlesen: </p>



<p>Yasir Qadhi: Die Waffe des Gläubigen. Der Stellenwert und die Etikette des Dua im Islam, 2. Auflage, Düsseldorf: IB Verlag, 2011</p>



<p><a href="https://german.mercola.com/sites/articles/archive/2019/05/30/dankbarkeit-ausdruecken.aspx">https://german.mercola.com/sites/articles/archive/2019/05/30/dankbarkeit-ausdruecken.aspx</a></p>



<p><a href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Dankbarkeit">http://islam-pedia.de/index.php?title=Dankbarkeit</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Last-Minute-Selbstfürsorge für müde Musliminnen mit Lust auf Mee(h)r</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ummabdurrahman]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für sich selbst sorgen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[sich Gutes tun]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit nehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Frauen neigen dazu, sich intensiv um andere zu sorgen. Was aber, wenn dabei das eigene Wohlbefinden ins Wanken gerät? Welche Möglichkeiten gibt es, sich körperlich und seelisch Gutes zu tun? Und - darf frau sich eigentlich so wichtig nehmen?  </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Inne halten. Durchatmen. Ankommen. Am Meer. Bei dir. Im Moment. Sehnsucht spüren. Träume träumen. Weite um dich wissen. </p>



<p>Wind im Gesicht. Salz auf den Lippen. Freude im Herzen.</p>



<p>Dich selbst spüren. Da sein. Für dich. </p>



<p>Dir Raum geben.  Und Zeit.  Deinem Herzen Nahrung und deinem Leben Leichtigkeit.</p>



<p>Ohne schlechtes Gewissen. Ohne daran zu denken, dass sich zuhause die Teller türmen, die Pflichten und die Sorgen.</p>



<h2>Sorgst du für dich selbst?</h2>



<p>Tust du das? </p>



<p>Regelmäßig? Manchmal? Nie? </p>



<p>Erlaubst du dir das? Dich selbst wie ein Kind zu umhegen?</p>



<p>Für dich zu sorgen? Gut zu dir sein?</p>



<p>Nicht, weil du es dir &#8222;verdient&#8220; hast. Und auch nicht, weil es dir jemand &#8222;erlaubt&#8220; hat. Sondern weil es dein Recht ist. Und deine Pflicht. Dir selbst gegenüber. Und  Allah gegenüber. </p>



<h2>Bist du (dir) wichtig?</h2>



<p>Wenn du so bist wie ich und wie viele andere Frauen, die vor lauter Fürsorge für andere sich selbst vergessen (müssen?), dann fällt dir das schwer. </p>



<p>Dann hast du vielleicht deine eigenen Bedürfnisse so lange hintenan gestellt, bis es dir und vor allem den Menschen um dich herum so schien, als ob du gar keine hättest. </p>



<p>Dann hast du dir vielleicht eingeredet, es ginge schon. Du kämst schon klar. So wichtig sei das nicht. So wichtig seist <strong>du</strong> nicht. </p>



<p>Immerhin schaffen andere das auch. Haushalt, Kinder, Ehe, Alltag. Sorgen. Nöte. Stress und Streit. Zeit- und Kochdruck. Ganz ohne Fürsorge-Wellness-Kram. Pff. Da muss frau eben durch. Nicht wahr?</p>



<h2>Diese Tränen, die du nicht weinen willst&#8230;</h2>



<p>Aber dann ist da dieser Dauerschmerz im Kiefer. Oder diese andauernde Traurigkeit. Diese ständige Erschöpfung. </p>



<p>Oder diese Tränen, die bei der erstbesten oder auch allerschlechtesten Gelegenheit hervorstürzen. </p>



<p>Dieser bittere Zug um den Mund, den du nie haben wolltest. Oder diese Kaskade von Kurzexplosionen, die über deine Kinder hereinbricht. Wegen irgendeiner Nichtigkeit.</p>



<h2>Gespannt wie ein Bogen </h2>



<p>Dann wird dir klar: So geht es nicht. </p>



<p>Das einzige, was so geht, bist <strong>du</strong>! Und zwar: verloren und kaputt.</p>



<p>Und mit dir: dein Iman. </p>



<p>Dein Potential &#8211; An Lustigkeit. Lebendigkeit. Lebensfreude.</p>



<p>Aber auch deine Schönheit, deine Zartheit, dein Weichsein.</p>



<p>Denn wenn du gespannt bist wie ein Bogen kurz bevor der Pfeil davon schnellt, wie kannst du dann noch biegsam genug sein, um den Stürmen des Alltags geschmeidig und mit Anmut zu begegnen? </p>



<h2>Hast du noch Kraft zum Lachen?</h2>



<p>Wie kannst du dann noch die Mutter sein, die du gerne wärst? Eine, die gern lacht. Und viel. </p>



<p>Eine, die bereit ist, mit den Kindern in Laubhaufen zu springen. Oder von der Schaukel? </p>



<p>Die das Chaos im Kinderzimmer mit Humor nimmt und nicht mit bitterem Sarkasmus (&#8222;Die kostenlose Putzfrau ist schon unterwegs&#8230;Grmpf!&#8220;)? </p>



<p>Eine, die liebevoll, zugewandt und verständnisvoll ist? Und nicht ständig sagt: &#8222;Geh bitte spielen. Lass mich kurz allein.&#8220; </p>



<p>Weil sie einfach nicht mehr kann. Weil sie nichts mehr zu geben hat? Weil sie leer ist. An Kraft. An Liebe. An Wärme. Und zugleich ganz voll. Ungeweinter Tränen. Unterdrückter Wut. Unsortierter Gedanken. </p>



<p>Nach denen niemand fragt.</p>



<h2>Hast du noch Kraft zum Lieben?</h2>



<p>Wie kannst du noch die zugewandte, interessierte und allzeit schön anzusehende Ehefrau sein, die du einmal warst, ganz zu Beginn? Wenn du es nicht einmal schaffst, deine Haare zu waschen, die zuletzt vor einer halben Ewigkeit eine Schere gesehen haben? </p>



<p>Wenn deine Versuche, Nähe stiftende Gespräche mit deinem Partner zu führen, daran scheitern, dass du vor Müdigkeit immer wieder den Faden verlierst. Den er ohnehin nicht aufgenommen hat.</p>



<p>Welchen Faden???</p>



<p>Wie kannst du die liebevolle, Ruhe spendende Gefährtin sein, nach der dein Mann sich sehnt? </p>



<p>Wenn dein Budget an Lieblichkeit und Stille schon längst geplündert ist?</p>



<p>Und niemand es je auffüllt?</p>



<h2>Hast du noch Kraft zu praktizieren?</h2>



<p>Wie kannst du nachts im Gebet stehen, wenn du schon tagsüber immerzu müde bist?</p>



<p>Wie kannst du fasten, wenn dein Körper eine kraftlose Hülle ist?</p>



<p>Wie kann dein Herz stark sein und sicher, wenn da keine Nahrung für es ist?</p>



<p>Wie kann dein Iman wachsen, wenn da kein Grund zum Wachsen ist? </p>



<p>Wie kann deine Seele sich entwickeln, wenn da kein Ziel in Aussicht ist?</p>



<p>Wie kannst du anderen Halt geben, Hilfe und Hoffnung, wenn all das in dir nicht zu finden ist?</p>



<h2>Du kannst es nicht können</h2>



<p>Du kannst es nicht. Und du kannst es auch nicht können. Niemand kann das! Niemand kann aus einem leeren Brunnen schöpfen! </p>



<p>Aber was machst du nun? Nun, da du, also der &#8222;Brunnen&#8220; leer ist? </p>



<p>Was machst du, wenn keiner deine Gedanken sortiert? Wenn niemand kommt mit einer großen Portion Nettigkeit? Wenn niemand Leben in deine müden Glieder haucht? Wenn da keiner kommt, um deinen Iman zu befestigen? Und deinen Charakter zu verbessern? </p>



<h2>Dich wichtig nehmen</h2>



<p>Dann musst du jetzt erwachsen werden. Auch wenn das ein bisschen weh tut. Irgendwie.</p>



<p>Dann musst du dich selbst ab jetzt wichtig nehmen. Auch wenn du glaubst, dass das etwas übertrieben ist. (Ist es nicht!)</p>



<p>Dann musst du jetzt anfangen, für dich selbst zu sorgen. Auch wenn das seltsam ungewohnt ist. Noch!</p>



<h3>9 schwungvolle Schritte ins Last-Minute-Ladys first-Wohlfühl-Glück</h3>



<p>Damit der Start in dein neues Selbst-Bewusstsein reibungslos verläuft, schenke ich dir ein kleines, aber feines Last-Minute-Selfcare-DIY-Paket. Für den Anfang. Für dich. Für mee(h)r Rauschen. Vor Glück. </p>



<p>(Die All-Inclusive Frühbucher-Version besprechen wir, inshaallah, ein anderes Mal:)) </p>



<ol><li>Rufe eine verständnisvolle <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Schwester (öffnet in neuem Tab)" href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/tag/fuereinander-da-sein/" target="_blank">Schwester</a> an. Die mobile Friseurin. Und die Physiotherapie. Und mache einen Erste-Hilfe-Termin. Beziehungsweise drei: Zum Quatschen, Föhnen, Kneten.</li><li>Sortiere deine Gedanken selber. Zum Beispiel mit einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Tagebuch (öffnet in neuem Tab)" href="https://schreibenwirkt.de/" target="_blank">Tagebuch</a>. (Bitte nicht wie gewohnt mit einer To-Do-Liste!)</li><li>Sei nett zu dir und schenke Deinem Spiegelbild morgens, mittags, abends <a rel="noreferrer noopener" aria-label="ein Lächeln (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.islamreligion.com/de/articles/10374/das-lacheln-des-propheten-muhammad/" target="_blank">ein Lächeln</a> und deinem inneren Kind ein Portion Grießbrei mit Zucker und Zimt. Eine Tüte Lakritz-Schnecken. Oder Bio-Tofu-Gulasch. Wenn es das mag&#8230;</li><li>Stell dir<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" Blumen (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.blumenbuero.de/f%C3%BCr-die-presse/studie-beweist-die-positive-wirkung-von-blumen-lieblingsblumen-machen-gluecklich" target="_blank"> Blumen</a> auf den Tisch und genieße diesen Klecks Farbe und Schönheit inmitten der Alltags-Kulisse.</li><li>Lege dich mittags neben dein Kleinkind ins Bett, anstatt die Wäsche in die Schränke. Das ist Sunna und <a rel="noreferrer noopener" aria-label="macht fit (öffnet in neuem Tab)" href="http://prophetischemedizin.de/so-gesund-ist-der-mittagsschlaf-kaylule/" target="_blank">macht fit</a>. </li><li> Lies eine halbe Stunde <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Quran (öffnet in neuem Tab)" href="http://xn--die-hlfte-der-ummah-kwb.de/wie-du-es-endlich-schaffst-regelmaessig-quran-zu-lesen-und-ihn-erfolgreich-auswendig-zu-lernen-auch-als-mutter/" target="_blank">Quran</a> statt den Beipackzettel der Kopfschmerztabletten. Und sammele Hasanat statt Nebenwirkungen. </li><li>Übe dich in Geduld und Barmherzigkeit. Dir selbst gegenüber! Statt immer nur in<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" Selbstkritik (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.medizinpopulaer.at/archiv/seele-sein/details/article/das-hab-ich-richtig-gut-gemacht.html" target="_blank"> Selbstkritik</a>.</li><li>Tue etwas, was dich begeistert. Etwas, was nicht wie Staubsaugen und Wäsche waschen ist. Male, schreibe, nähe, entwerfe, bastle, pflanze&#8230;Und vergiss für einen laaaangen <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Flow-Moment (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.eurapon.de/blog/bist-du-im-flow/" target="_blank">Flow-Moment</a>, dass du eigentlich müde, erkältet, schlecht gelaunt, schmerzgeplagt, traurig, xyz bist. </li><li>Geh<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" spazieren (öffnet in neuem Tab)" href="http://prophetischemedizin.de/was-hat-sport-mit-dem-islam-zutun/" target="_blank"> spazieren</a>. Rund ums Haus, quer durchs Viertel, mitten durch den Wald. Bilde ein bisschen Vitamin D und bringe deine Sinne sanft zum Schwingen. Mit dem Blau des Himmels. Dem Goldrot der untergehenden Sonne. Dem abendlichen Gruß einer Amsel. Dem Duft einer rosaroten Rose. Oder dem Geruch von Rauch in kalter Winterluft.</li></ol>



<h2>Ist das nicht egoistisch?</h2>



<p>Nein, das ist es nicht. Ganz im Gegenteil!</p>



<p>Denn du gibst deinem Körper, deiner Seele, deinem Herzen, deinem Verstand, worauf sie ein Recht haben. Fürsorge. Schutz. Und Förderung.</p>



<p>Du gehst rücksichtsvoll und achtsam mit den Gaben Allahs um, die Er dir anvertraut hat. Und zeigst damit, dass du Ihm dankbar bist für diese <a href="http://de.islamway.net/article/45833/zuverlaessigkeit-des-propheten" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Amanah (öffnet in neuem Tab)">Amanah</a>.   </p>



<h2>Sei ein fröhlich Brünnlein</h2>



<p>Darum fülle deinen Brunnen. Damit du stetig schöpfen kannst. Für dich. Und andere, die auch sehr durstig sind.</p>



<p>Verbinde dich wieder mit deinen inneren Quellen. Lass sie glucksen und sprudeln und lustig sein. Und sei ein fröhlich Brünnlein, das frisch und freudig rauschet. Als sei es selbst das Meer;)</p>



<p><em>Gelingt es dir gut, für dich zu sorgen? Wenn ja, wie machst du das? Wenn nein, was hält dich davon ab?</em></p>
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