Blog-Pause: Wie ich versuche, schweigend meine Stimme wiederzufinden

Mal Pause machen

Liebe Leserin,

wie schön, dass du da bist. Alhamdullilah. Glaub mir, ich freue mich wirklich sehr über deinen Besuch auf meinem Blog.

Vielleicht hast du in letzter Zeit öfter mal reingeklickt. Nur um dann festzustellen: „Ach schade, wieder nix Neues!“

Bitte nimm mir mein Schweigen nicht übel.

Unendlich viele Gedanken

Ich habe oft an dich gedacht und in Gedanken habe ich dir unendlich viele Blogartikel geschrieben. Immer wieder kamen mir neue Ideen. Gedanken, Gefühle, die danach riefen, mitgeteilt, mit dir geteilt zu werden.

Zum Beispiel wollte ich darüber schreiben, was eine schöne Kindheit ausmacht. Oder warum es manchmal ganz schön herausfordernd ist, eine muslimische Frau zu sein. Oder welche Bücher es sich zu lesen lohnt.

Aber keine Stimme, um sie auszusprechen…

Immer wieder habe ich angefangen. Geschrieben. Und nachgedacht. Und hinzugefügt. Und wieder gelöscht. Und wieder geschrieben.

Aber – nichts veröffentlicht.

Das liegt nicht daran, dass ich dir nichts mehr zu sagen habe. Im Gegenteil, ich möchte mich so gern mit dir austauschen. Mit dir sprechen.

Aber leider weiß ich nicht mehr – wie. Mir scheint, ich habe meine Stimme verloren. Vielleicht weil da kein Echo ist.

Ich und Du und die Stille

Ich frage mich:

In welcher Stimme soll ich zu dir sprechen? Wer bin ich? Wer will ich sein? Wofür stehe ich? Was kann ich mir zutrauen? Und was nicht?

Und was von dem, was ich in mir trage an Gedanken und Ideen, interessiert dich?

Und:

Wer bist du? Wer willst du sein? Wovon träumst du? Woran leidest du?

Ich vermisse deine Antwort. Deine Kommentare. Deine Spuren – unter meinen Artikeln.

Im Vakuum des Schweigens

Manchmal fühlt es sich so an, als ob meine Worte alle verloren gehen. Im Vakuum eines riesigen Schweigens.

Vielleicht ist das gar nicht so. Vielleicht landen meine Worte bei dir. In deinem Herzen. Oder auch woanders;) Vielleicht bewegen sie etwas in dir.

Aber ich spüre es nicht. Ich weiß es nicht.

Deshalb fühle ich mich einsam mit meinem Schreiben. In dieser Stille. Die vielleicht gar keine ist.

Wieder sprechen lernen

Ich möchte deshalb innehalten. Eine Blog-Pause machen. Und lauschen. In mich selbst hineinhören. Um meine Stimme wiederzufinden.

Und vielleicht auch dich.

Die du ein Teil von meinem Schreiben und diesem Blog hier bist.

Ruf mir gern etwas zu:

Ein Wort. Einen Satz. Eine Frage. Etwas, was du wissen willst.

Damit ich weiß, dass die Stille so still nicht ist.

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Ich danke dir!

Jazaaki llahu khairan.

Deine Ummabdurrahman

4 Kommentare bei „Blog-Pause: Wie ich versuche, schweigend meine Stimme wiederzufinden“

  1. Namika-die Schreiberin sagt: Antworten

    Ich schätze deinen Blog sehr! Hier zu stöbern bereichert meine eigenen Gedanken und wirft manchmal noch neue Seiten in meinem Gedankenbuch auf. Danke! Manchmal muss man warten bis der Fluss des Schreibens wieder strömt. Das gelingt dir ganz bald. InshaAllah 💗

    1. Ummabdurrahman sagt: Antworten

      Danke, liebe Namika. Das freut mich sehr:)
      Ja, inshaallah kommt der Fluss wieder ins Fliessen…

  2. Salam Aleikum,

    Ich stecke gerade in einem sehr tiefen Mama-Tief, sitze weinend und erschöpft mit Baby im Arm auf der Couch, hab genug von Haushalt, Homeschooling ohne Pausen und Ruhe, feststeckend und der Pampa… da bin ich auf deinen Blog gestoßen alhamdulillah. Nun sehe ich wenigstens wieder ein kleines Licht und fühl mich nicht mehr ganz wie die schlechteste Mutter der Welt 🥺

    Also, bitte mach weiter! Du hilfst sehr – auch wenn nicht immer gleich ein Echo kommt.

    1. wa alaikum assalam wa rahmatullahi wa barakatuh liebe Veronika,

      ich freue mich so, dass du meinen Blog gefunden hast und er dich ein kleines bisschen trösten konnte. Alhamdullilah. Ich fühle mit dir, liebe Schwester, und kann dich soo gut verstehen. Es kommt wirklich viel zusammen im Moment, auch durch die besondere Lage wegen Corona. Das fordert uns, überfordert uns auch manchmal. Wir haben alle unsere Grenzen. Irgendwann ist die Kraft einfach verbraucht. Das ist ganz und gar menschlich. Und doch gibst du dein Bestes für deine Kinder und deine Familie. Da bin ich mir sicher. Fühl dich gedrückt, gib deinem Baby ein Küsschen und lass die Tränen einfach laufen. Die müssen auch mal raus. Und dann sei ein bisschen lieb zu dir selbst:) Vielleicht mit einer Tasse Tee. Möge Allah dir Zuflucht bei Sich gewähren vor Kummer und Leid.

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